Künstliche Intelligenz und Cyberkriminalität
Cyber Security im Fokus: Von mittelständischen Unternehmen bis hin zu öffentlichen Institutionen
Unternehmen und Organisationen stehen zunehmend im Fokus von Cyberkriminalität. Aspekte wie vernetzte Produktionsprozesse, begrenzte IT-Ressourcen und steigende regulatorische Anforderungen machen sie zu attraktiven Zielen für Cyberkriminelle. Gleichzeitig wächst der wirtschaftliche Schaden durch Sicherheitsvorfälle, die sich von Produktionsausfällen über Datenverluste bis hin zu massiven Reputationsschäden erstrecken können.
Künstliche Intelligenz (KI) erweitert die Bedrohungslage, da sie, so wie Sie Ihnen neue Effizienzpotenziale eröffnet, zugleich auch von Angreifern für präzisere und schwerer erkennbare Angriffe genutzt werden kann.
Cyber Security ist damit keine rein technische Disziplin mehr, sondern eine strategische Kernkompetenz für Ihr Unternehmen bzw. Organisation, die Fachwissen, Organisation und Technologie intelligent verbindet.
Das Zertifikatsprogramm „Zertifizierte/-r Expertin/Experte für Cyber-Defense“
- vermittelt Ihnen praxisnah das strategische und technische Wissen zur wirksamen Reduzierung von Cyberrisiken.
- orientiert sich konsequent an den realen Anforderungen mittelständischer Unternehmen und Organisationen wie begrenzten Ressourcen, gewachsenen IT-Strukturen und den zunehmenden Einsatz von KI.
- befähigt Teilnehmerinnen und Teilnehmer, Cyber-Sicherheit ganzheitlich und nachhaltig zu verankern.
Erlangen Sie nicht nur mehr Sicherheit, sondern einen echten Wettbewerbsvorteil in einer zunehmend digitalisierten Wirtschaft.
IT-Sicherheitsfachkräfte, Systemadministratoren und -administratorinnen, Analystinnen und Analysten, Projektmanager/-innen, technische und nicht-technische Führungskräfte
13. April 2026
Weitere Starttermine:
13. Juli 2026
2. November 2026
40 Stunden
Online
TÜV-Zertifkat
1.995,00€ (zzgl. USt.) – für Mitarbeitende innerhalb der Sparkassen-Finanzgruppe gelten die Preise ohne USt.
zzgl. 300,00€ für die Zertifikatsaustellung
Informationen
- Voraussetzungen
Für diesen Kurs sind keine spezifischen Vorkenntnisse im Bereich KI oder Cybersecurity zwingend erforderlich. Ein grundlegendes Verständnis von IT-Infrastrukturen und allgemeinen Informationssicherheitskonzepten ist jedoch von Vorteil, um die Inhalte optimal zu erfassen.
- Referent
Ihr Referent in diesem Kurs ist Markus Löbbert – Jurist und TÜV-zertifizierter Compliance-Auditor.
Er forscht im Bereich Data Science und berät Unternehmen bei der Integration von Künstlicher Intelligenz – insbesondere mit Blick auf Datenschutz, rechtliche Rahmenbedingungen und die strategische Nutzung von Daten. Sein Schwerpunkt liegt auf der praxisnahen Vermittlung von Wissen an zukunftsorientierte Unternehmen, die den Schritt in datenbasierte Geschäftsmodelle gehen wollen. Markus Löbbert verfügt über langjährige Erfahrung in der Erwachsenenbildung und war unter anderem als Dozent an einer internationalen Hochschule tätig. Er ist regelmäßig als Referent zu den Themen Digitalisierung, KI-Strategie, Datenschutz-Compliance und nachhaltige Unternehmensführung im Einsatz. In seiner Beratungspraxis verbindet er juristische Präzision mit technologischer Weitsicht – etwa bei der Entwicklung von KI-Datenstrategien, bei der Umsetzung regulatorischer Anforderungen wie der DSGVO oder dem EU AI Act und bei der Bewertung von KI-Risiken im Unternehmenskontext.
- Unterrichtszeiten
Die Unterrichtseinheiten finden montags bis freitags statt und sind zeitlich wie folgt aufgeteilt:
- 1. Block: 8:30 Uhr bis 11:30 Uhr
- Mittagspause: 11:30 Uhr bis 12:30 Uhr
- 2. Block: 12:30 Uhr bis 15:30 Uhr (außer am Prüfungstag, s. folgender Punkt)
- Prüfung: Freitags 15:00 Uhr
Programm und Modulübersicht
Modul 1: Cybersecurity-Grundlagen & neue KI-Bedrohungen
Einführung in Sicherheitskonzepte und aktuelle KI-gestützte Bedrohungen
Modul 2: IT-Infrastrukturen & Angriffspunkte
Überblick über Netzwerke, Systeme und typische Schwachstellen inkl. KI-gestützte Exploits
Modul 3: KI-Risiken: Deepfakes, KI-Pishing & Social Engineering
Spezielle Bedrohungen durch generative KI und deren Erkennung
Modul 4: KI als Verteidigungsmittel
Nutzung von der KI in der Defensive, z. B. im SOC (Security Operations Center) und im SIEM-Systemen
Modul 5: Regulatorik (EU AI Act, DSGVO, NIS2, BAIT/VAIT, DORA)
Rechtliche Rahmenbedingungen für KI-Systeme und Compliance-Anforderungen
Modul 6: KI-sichere Organisation
Aufbau von KI-Richtlinien (Policies), Governance-Strukturen und Zero-Trust-Architektur
Modul 7: Praxisübungen & Incident Response
Anwendung des Gelernten in simulierten Angriffsszenarien und Notfallmanagement
Modul 8: Abschlussprüfung
Absolvieren einer theoretischen und praktischen Prüfung im Rahmen eines Gesamtszenarios, um die erfolgreiche Überprüfung aller Lernziele zu gewährleisten. Nach erfolgreichem Abschluss erhalten die Teilnehmer/-innen das Zertifikat.
Ihr Nutzen
- Sie erwerben tiefgreifendes Wissen, um rechtliche Vorgaben wie den EU AI Act, die DSGVO, NIS2 und andere relevante Regulatorik (z. B. BAIT/VAIT, DORA) in Bezug auf KI und Cybersicherheit einzuhalten.
- Sie sind in der Lage ein sicheres und Compliance-gerechtes KI-Nutzungsumfeld in Ihrer Organisation zu schaffen.
- Sie entwickeln ein umfassendes KI-Sicherheitskonzept, das von der Governance bis zur technischen Implementierung reicht.
- Sie beherrschen den strukturierten Incident-Response-Prozess um im Ernstfall eines KI-gestützten Angriffs schnell, koordiniert und effektiv zu reagieren.
Ihre Vorteile
- Dank flexiblem Online Format können Sie bequem von überall aus an den Seminaren teilnehmen. Zudem ist das Gelernte unmittelbar im eigenen Arbeitsumfeld anwendbar.
- Wir arbeiten mit Top-Referenten mit aktuellstem Fachwissen zusammen. Die Qualität spiegelt sich unter anderem im offiziellen Zertifikat des TÜV-Rheinland wider.
- Sie profitieren von praxisnahen Fallstudien und Best Practices aus dem Mittelstand, orientiert an realen Unternehmensstrukturen.
- Sie erlangen neue berufliche Perspektiven und agieren als kompetente Ansprechperson für Cyber-Sicherheit im Unternehmen.
Über das Berufsbild
Aufgaben und Ziele im Bereich Cyber-Defense
Zertifizierte Expertinnen und Experten für Cyber-Defense übernehmen eine zentrale Rolle beim Schutz mittelständischer Unternehmen vor digitalen Bedrohungen. Sie analysieren und bewerten Cyberrisiken im konkreten Unternehmenskontext und entwickeln darauf aufbauend wirksame Cyber-Defense-Strategien. Dabei geht es nicht nur um technische Schutzmaßnahmen, sondern um ein ganzheitliches Sicherheitsverständnis, das organisatorische, prozessuale und strategische Aspekte einschließt. Zudem begleiten sie die Umsetzung und kontinuierliche Weiterentwicklung dieser Strategie und Maßnahmen.
Ein weiteres Aufgabengebiet liegt in der Beratung der Unternehmensleitung bei sicherheitsrelevanten Fragestellung sowie in der Sensibilisierung der gesamten Belegschaft für das Thema Cybersicherheit. So tragen sie maßgeblich dazu bei, die digitale Resilienz des Unternehmens nachhaltig zu stärken.
Projekt- und Ressourcenmanagement
Projektmanagement ist ein wesentlicher Bestandteil des Berufsbildes von Cyber-Defense Expertinnen und Experten. Ziel ist es, Cyber-Security-Projekte effizient umzusetzen und dauerhaft im Unternehmen zu verankern, auch bei begrenzten Budgets, knappen personellen Ressourcen und parallel laufenden operativen Anforderungen. Dabei übernehmen sie unter anderem folgende Aufgaben:
Priorisierung von Cyber-Security-Maßnahmen auf Basis des individuellen Risikoprofils sowie die Planung von Zeit-, Budget- und Ressourcenbedarf
Integration von Cyber-Defense-Maßnahmen in bestehende Prozesse und Strukturen
Sicherstellung der Nachhaltigkeit und Skalierbarkeit der umgesetzten Maßnahmen
Koordination interner Fachbereiche sowie externer Dienstleister und Partner
Keypoints auf einen Blick
- Analyse und Bewertung von Cyberrisiken im konkreten Unternehmenskontext
- Entwicklung sowie kontinuierliche Weiterentwicklung wirksamer Cyber-Defense-Strategien
- Ganzheitliche Umsetzung von Sicherheitsmaßnahmen (technisch, organisatorisch und prozessual)
- Beratung und Sensibilisierung der Unternehmensleitung und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
- Planung, Priorisierung und Steuerung von Cyber-Security-Projekten inkl. Zeit-, Budget- und Ressourcenrahmen
- Koordinieren interner und externer Beteiligter sowie Sicherstellung von Nachhaltigkeit und Skalierbarkeit

